In der Ringvorlesung des IZMF mit dem Titel Object Links – Dinge in Beziehung geht es um ein zentrales Thema, mit dem sich das Team des Instituts für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit in den vergangenen Jahren beschäftigt hat: es geht um die Erforschung der vielfältigen Verbindungen zwischen Objekten sowie zwischen Objekten und Menschen. Wie wirken Dinge an der Geschichte mit? Welche Bedeutungen haben sie in einem über ihren Gebrauchskontext hinausgehenden kultur- und geistesgeschichtlichen Horizont?

Die Fragen innerhalb einer Geschichte der Dinge lassen sich nicht darauf reduzieren, wie sie ausgesehen haben, gefertigt, verbreitet, verwendet und mit Bedeutung aufgeladen wurden. Vielmehr wird danach gefragt, wie sie untereinander und mit den Menschen vernetzt sind. Denn Menschen verschaffen sich Aufschluss über die materielle Welt und bewegen sich in ihr, indem sie Referenzen erkennen und Referenzen bilden. Und auch die theoretischen Konzepte zu Dingen, ihren Begriffen, ihren Verbindungen und (symbolischen) Bedeutungen können nur im Zusammenhang mit den ihnen zugehörigen Praktiken stehen. Um also Fragen nach dem Verhältnis zwischen Menschen und materieller Kultur beantworten zu können, müssen die Dinge als Objekte beobachtbar werden in den Konstellationen, Konfigurationen und Szenarien, in denen sie in irgendeiner Weise signifikante bzw. auch agierende Bestandteile sind.

Die Ringvorlesung wird bis auf weiteres als analoges Vorlesungsformat angeboten, die maximale Raumbelegung des Hörsaales beträgt 40 Personen. Der Zutritt erfolgt nach der Reihenfolge des Eintreffens der Studierenden. Ist die maximale Belegungszahl erreicht, ist kein Zutritt mehr möglich. Die Vorlesung kann online via Webex (Ton und Powerpointpräsentation) mitverfolgt werden. Die Zugangsdaten werden auf Blackboard bereitgestellt.

Sollte der Zutritt zu den Räumlichkeiten der Universität aufgrund von Covid-Maßnahmen wieder eingeschränkt werden, wird gänzlich auf digitale Lehre umgestellt.

Die Vorlesung findet jeweils Montag von 17.15 bis 18.45 (ab 05.10.2019) statt.

Konzept und Organisation: Elisabeth Gruber und Gabriele Schichta, IMAREAL

Das Vorlesungprogramm finden Sie hier.